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Mathematikgeschichte

Vor kurzem habe ich es erst wieder gelesen. In Daniel Kehlmanns schönem Buch Die Vermessung der Welt:

Büttner hatte ihnen aufgetragen, alle Zahlen von eins bis hundert zusammenzuzählen. Das würde Stunden dauern, und es war beim besten Willen nicht zu schaffen, ohne irgendwann einen Additionsfehler zu machen, für den man bestraft werden konnte. Na los, hatte Büttner gerufen, keine Maulaffen feilhalten, anfangen, los! Später hätte Gauß nicht mehr sagen können, ob er an diesem Tag müder gewesen war als sonst oder einfach nur gedankenlos. Jedenfalls hatte er sich nicht unter Kontrolle gehabt und stand nach drei Minuten mit seiner Schiefertafel, auf die nur eine einzige Zeile geschrieben war, vor dem Lehrerpult.
So, sagte Büttner und griff nach dem Stock. Sein Blick fiel auf das Ergebnis, und seine Hand erstarrte. Er fragte, was das solle.
Fünftausendfünfzig.
Was?
Gauß versagte die Stimme, er räusperte sich, er schwitzte. Er wünschte nur, er wäre noch auf seinem Platz und rechnete wie die anderen, die mit gesenktem Kopf dasaßen und taten, als hörten sie nicht zu. Darum sei es doch gegangen, eine Addition aller Zahlen von eins bis hundert. Hundert und eins ergebe hunderteins. Neunundneunzig und zwei ergebe hunderteins. Achtundneunzig und drei ergebe hunderteins. Immer hunderteins. Das könne man fünfzigmal machen. Also fünhig mal hunderteins.
Büttner schwieg.
Fünftausendfünfzig, wiederholte Gauß, in der Hoffnung, daß Büttner es ausnahmsweise verstehen würde.
Nie habe ich mich gefragt, ob diese Geschichte stimmt oder ob man sie in einen Topf werfen muss mit den Anekdoten von Newton unterm Apfelbaum oder Archimedes in der Badewanne. Brian Hayes schon:
To satisfy my curiosity I began searching libraries and online resources for versions of the Gauss anecdote. By now I have over a hundred exemplars, in eight languages. ... The sources range from scholarly histories and biographies to textbooks and encyclopedias, and on through children's literature, Web sites, lesson plans, student papers, Usenet newsgroup postings and even a novel. ...
After reading all those variations on the story, I still can't answer the fundamental factual question, Did it really happen that way? I have nothing new to add to our knowledge of Gauss. But I think I have learned something about the evolution and transmission of such stories, and about their place in the culture of science and mathematics.


ist das Thema des aktuellen Mathematische n Kalenderblatts 2005. Danach weiss man dass Pi für Perimeter steht und auch Ludolphsche Zahl heisst.

Lange wurde in Europa der Blick ins Innere des menschlichen Körpers schwer bestraft. Heute sorgen mathematische Formeln für ungeahnte Einblicke in unseren Körper. Eine kleine Geschichte der Anatomie, die zugleich eine Geschichte der Mathematik ist.
(mehr zu den Algorithmen der Computertomographie: hier)


Earliest Known Uses of Some of the Words of Mathematics
(gesehen bei languagehat)


Es gibt ein neues mathematikhistorisches Kalenderblatt und diesmal dreht sich alles um Logik und damit natürlich um George Boole.

In Devlin's Angle schreibt man über The mathematics of human thought; vor 150 Jahren hatte George Boole sein Buch "The Laws of Thought" herrausgebracht und damit die Grundlagen fuer die Boolesche Algebra gelegt.

Boole's book begins with these words:

The design of the following treatise is to investigate the fundamental laws of those operations of the mind by which reasoning is performed; to give expression to them in the symbolic language of a Calculus, and upon this foundation to establish the science of Logic and construct its method.

No.

Im Konrad Zuse Archiv des Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin findet man neben vielen Originalen seiner Texte auch Infos über einen Nachbau der Z3 Rechenmaschine.

Jeff Miller hat auf seinen Seiten Informationen zu Earliest Known Uses of Some of the Words of Mathematics, also quasi zu den "Erfindern" mathematischer Begriffe und analog zu den Earliest Uses of Various Mathematical Symbols gesammelt.

Kubikwurzel mit dem Rechenbrett? Kein Problem!
Hier gibt es alles zum Abacus, aber so richtig schön hat es Philipp erklärt.


 
 
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